Berufliche Neuorientierung Coach

Du denkst über ein Coaching für eine berufliche Neuorientierung nach?

Fehlt dir der Sinn und die Erfüllung in dem, was du tust?
Findest du die Branche, deine Tätigkeiten und Rahmenbedingungen alles ganz furchtbar?
Wurdest du gekündigt und musst dich jetzt unfreiwillig mit deiner beruflichen Zukunft auseinandersetzen? …

Berufliche Neuorientierung mit 50

Ronald ist Anfang 50, als er beruflich wie privat alles umgekrempelt und aus der Rechtsanwalts-Kanzlei als Partner aussteigt.

Es läuft: Ronald hat eigentlich alles, was sich alle immer wünschen: Familie, gutes Einkommen, großes Auto, Urlaube, ausgesorgt – ein Traumleben. Alles läuft irgendwie perfekt.

Und doch ist er nicht zufrieden. Er will mehr.

Mutiger werden

Gehörst du auch zu den Menschen die sagen: „Oh ja, ich wäre auch gern mutiger, aber….“

Möchtest du auch gern intensiver leben, traust dich aber nicht?

Was würdest du denn dann gern tun?

  • Eine Kehrtwende hinlegen und eine komplette berufliche Neuorientierung anstreben?
  • Dich selbstständig machen?
  • Deine attraktive Kollegin ansprechen und auf ein Date einladen?
  • Deinen Partner und damit deine sichere Umgebung verlassen?

Nur leider hockst du in der Warteschleife des Lebens und hoffst, dass dir jemand anderes das abnimmt. 😉

Vielleicht dein Chef, der dich kündigt.

Oder du wartest darauf, dass die attraktive Kollegin den ersten Schritt machst.

Oder du verhältst dich so gemein und verletzend, dass dir irgendwann dein Partner die Entscheidung abnimmt und sich von dir trennt.

Kennst du das in der einen oder anderen Form von dir selbst? Wärst du gern mutiger?

Warum wärst du denn überhaupt gern mutiger?

Julia Engelmann sagt in einem ihrer Gedichte: Mut ist nur ein Anagramm von Glück.

Aha. Ein Anagramm von Glück. Das bedeutet: Bist du mutig, bist du glücklich.

Wir wissen also ganz intuitiv, dass Mut etwas mit Glück zu tun hat. Deshalb möchten wir also alle mutiger werden. Es geht nicht um den Mut. Es geht um unser Glück!

Und in der Tat: Glücksforscher haben herausgefunden: Wenn wir mutig Dinge anpacken, Grenzen überwinden, die vorher unverschiebbar für uns waren und neue Dinge probieren, macht uns das glücklich.

Ja, wenn das so ist: Warum handelst du dann nicht?

Der Hauptgrund dafür, warum du dich nicht traust, sind natürlich deine Ängste.

Du hast Angst, dass du scheitern könntest mit deinen neuen beruflichen Plänen.

Oder dass du einen Korb bekommst.

Oder noch schlimmer, dass du irgendwann einsam in einer kleinen Wohnung von Hartz IV leben musst. Wow, was für eine Katastrophe!

Am liebsten willst du eine Garantie, dass es klappt. Dass du danach glücklich und erfolgreich bist. Dass die Kollegin nur auf dich gewartet hat.

Du wirst diese Sicherheit aber niemals im Außen finden.

Es gibt keine Sicherheit da draußen. Das ist eine Illusion.

Kein Beamtenverhältnis, keine Lebensversicherung, keine Ehe können dir 100%ige Sicherheit garantieren.

Es mag ja sein, dass sich das sicher für dich anfühlt, wenn du verbeamtet bist. Vielleicht ist dies auch derzeit eine gewisse Sicherheit. ABER: nichts ist für ewig. So wie wir die Beamtenverhältnisse mal eingeführt haben, so können sie jederzeit auch wieder abgeschafft werden. Oder der Staat geht pleite. Oder es bricht ein Krieg aus. Nichts ist für ewig. Nichts ist sicher.

Ja, genau, ich höre dich schon schreien: „Jetzt übertreibe mal nicht, Anja. Das ist doch glatter Unsinn.“

Ich bin da anderer Meinung. Schau mal in die Geschichtsbücher. Wann gab es da so lange Zeiten, in den wir so wenige Kriege hatten wie derzeit. Noch nie. Schau dir das Auf und Ab an. Meinst du nicht, das wird sich auch in Zukunft in der einen oder anderen Weise wiederholen? Ich bin mir sicher, dass sich in Zukunft alles massiv verändern wird. Und du wirst daran absolut nichts ändern können.

Also, lebe mit der Unsicherheit. Denn:

Das, was du als unsicher wahrnimmst, ist deine Freiheit.

Freiheit geht immer mit Unsicherheit einher. Wir wollen immer alle frei sei. Die Unsicherheit wollen wir lieber aber nicht. Nur, das funktioniert natürlich nicht. Es gibt keine Freiheit ohne Ungewissheit.

Unsicherheit ist ein ganz wesentlicher Bestandteil deines Lebens.

Nur wenn du als gegeben akzeptierst, wirst du jemals frei werden. Und mutiger!

Und Unsicherheit hat ja auch etwas Positives.

Unsicherheit bedeutet auch Überraschung und Abenteuer. Und das willst du doch auch, oder? 😉

Mutiger werden

Wie kannst du denn nun mutiger werden?

Indem du dich dazu entscheidest.

Mut ist eine Entscheidung sich zu überwinden.

Dich in ein intensives Leben zu stürzen.

Träume wahr werden zu lassen.

Endlich frei zu leben. Dich  nicht mehr fremdbestimmten zu lassen.

Und das zu machen, wovon du glaubst, dass es dich glücklich macht.

Das ist Mut!

Die amerikanische Psychologin und Autorin Brené Brown schreibt, dass ein mutiges Leben ein Leben aus vollem Herzen ist. Ich kann dem nur zu 100% zustimmen.

Mutiger zu sein bedeutet nicht keine Angst zu haben!

Es bedeutet, dass du dich deinen Ängsten stellst.

Und das kannst du trainieren. Du kannst es wie eine Sprache lernen. Oder wie Sport zu machen.Durch ständiges Wiederholen wirst du immer mutiger.

Mit jeder neuen Überwindung trainierst du deinen Mutmuskel.

Ich möchte dich gern dazu auffordern, jetzt gleich etwas zu tun, was dich Überwindung kostet.

Etwas, was nicht leicht für dich ist. Vielleicht einen Anruf tätigen, den du schon lange vor dir herschiebst. Oder endlich deinem Partner zu sagen, was du schon immer mal sagen wolltest.

Es sollte dich herausfordern, aber nicht überfordern. Also, kein Riesending wie eine Kündigung oder eine Trennung sein. Das Wichtigste ist, dass du es sofort umsetzen kannst.

Warte nicht, mache es jetzt sofort. Du wirst dich danach glücklicher fühlen. Versprochen!

Na, und möchtest du jetzt immer noch mutiger werden?

Dann stelle dir selbst mal folgende Fragen und gib dir eine ehrliche Antwort hierauf:

  • Bist du bereit etwas zu riskieren?
  • Bist du bereit Fehler zu machen und zu scheitern?
  • Bist du bereit, dann wieder aufzustehen und es noch mal zu versuchen?
  • Bist du bereit, Grenzen zu überwinden?
  • Bist du bereit, der/diejenige zu werden, der/die du sein willst?
  • Bist du bereit, ehrlich zu sein?
  • Und bist du bereit die Maske abzunehmen und ein Leben aus vollem Herzen zu leben?

Ja? Dann nix wie los. Mache heute noch deinen ersten Schritt.

Und teile es hier mit uns. Was hast du dich heute getraut? Verrate es uns!

P.S. Wie ich es geschafft habe, wieder mutiger sein zu können, erfährst du in diesem Artikel.

Vertrauen lernen

Willst du wieder Vertrauen lernen, weißt aber nicht wie?

  • Würdest du gern dich beruflich verändern, traust dich aber nicht, weil du denkst, dass das eh nicht klappen kann?
  • Glaubst du, du bist nicht gut genug? Hältst du dich selbst für eine/n Blender/in?
  • Denkst du, dass andere Menschen immer nur an sich denken/dass alle Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nur ausbeuten/dass Männer immer nur das „Eine“ wollen/….? Setze hier beliebige Parameter ein. Es geht hier nämlich immer um desgleichen Phänomen des Misstrauens.

Zum Misstrauen gehören sämtliche Formen des Zweifelns, des Selbstzweifels und des „Nicht-genug… -Seins“.

Wenn du dir und anderen misstraust, hast du in der Regel hohe Erwartungen an dich oder andere, die weder du noch andere jemals erreichen werden. Lies dazu auch mal meinen Artikel zum Thema Perfektionismus ablegen.

Und wenn du dir selbst nicht vertraust, dann überträgst du das in der Regel auch auf andere Personen.

Das bedeutet, dass wenn du selbst nicht glaubst, dass du etwas erreichen kannst oder etwas erfüllst, dann traust du es in der Regel auch anderen nicht zu. Dadurch entsteht ein Kreislauf von permanentem Misstrauen.

Und Misstrauen behindert dich massiv beim Wachsen. Beim Ausprobieren von Neuen. Beim Beziehungen eingehen. Es blockiert dich eigentlich überall.

Wie funktioniert das denn überhaupt mit dem Vertrauen?

In meinen Coachings höre ich immer wieder: „Ja, wie soll ich denn vertrauen lernen, Anja? Das kann ich nicht.“

Vertrauen basiert immer auf einer positiven Erwartung. Darauf, dass du den Glauben oder die Überzeugung hast, dass etwas positiv ist oder ausgehen wird.

Das bedeutet, beim Vertrauen handelt es sich immer um eine aktive Vorschussleistung von dir.

Vertrauen kann auch aus einer Erfahrung heraus entstehen, die du gemacht hast. Wenn z.B. ein Mensch etwas besonders Vertrauenserweckendes tut oder ganz besonders loyal zu dir steht, dann kann das auch Vertrauen entstehen lassen.

Und dennoch entscheidest du auch hier, ob du dem folgen möchtest. Das bedeutet, dass auch in diesem Fall eine aktive Vorschussleistung von dir folgen muss, damit bei dir das Gefühl des Vertrauens entstehen kann.

Warum ist es überhaupt wichtig, Vertrauen zu lernen?

Vielleicht denkst du: „Wozu soll ich das überhaupt lernen? Es ist doch viel besser misstrauisch zu sein, dann werde ich nicht so oft enttäuscht!“

1. Vertrauen zu lernen ist wichtig, um überhaupt loszugehen. 

Wenn du etwas verändern und wachsen willst, brauchst du Vertrauen. Wenn du z.B. einen neuen Beruf ergreifen möchtest, musst du irgendwann die Kündigung einreichen und loslassen.

Und das erfordert Vertrauen in dich, dass du das schaffen kannst.

Vertrauen in die Situation, dass sie bis zu einem gewissen Grad überschaubar und kalkulierbar  ist.

Und Vertrauen in andere Menschen, dass sie dir helfen können und du nicht allein bist.

Ohne Vertrauen wirst du keinen einzigen Schritt tun. Und da bleiben, wo du bist.

2. Vertrauen kann auch Komplexität reduzieren.

Einfach, indem wir unser Bestes geben und dann für den ganzen unkontrollierbaren Rest einfach vertrauen, dass es sich schon richten wird.

Das ist übrigens sehr hilfreich bei allen komplexen – und was ist schon einfach – Sachverhalten. Immer, wenn wir nicht alles überblicken können, ist Vertrauen das letzte i-Tüpfchen, wenn wir alles gegeben haben.

3. Vertrauen hilft dir mutiger zu sein.

Wenn du ein Grundvertrauen in dich und das Leben entwickelt hast und du weißt, dass du grundsätzlich mit allem wirst umgehen können, bist du natürlich auch freier und mutiger in deinen Entscheidungen.

Vielleicht krempelst du dann dein Leben komplett um, machst dich selbstständig, kündigst deine Wohnung, usw.

Und wie kannst denn nun Vertrauen lernen?

Das wird jetzt wahrscheinlich nicht die Antwort, die du dir erwartest und vielleicht erhofft hast.

Vertrauen lernst du, indem du Vertrauen schenkst. 

Da Vertrauen eine Vorschussleistung ist, die du aktiv reingeben musst, ist es deine Entscheidung, ob du das tun willst.

Das bedeutet, dass es nichts anderes als eine Entscheidung ist, ob du dir selbst, einer Situation oder einer Person dein Vertrauen schenken möchtest. Du kannst das ganz bewusst aktiv entscheiden. Einfach, indem du dich dazu entschließt.

Klingt so einfach oder? Im Grunde ist es das auch.

Und es erfordert dennoch etwas ganz Wesentliches von dir:

Vertrauen erfordert die Bereitschaft zur Verletzlichkeit.

Du musst bereit dazu sein, auch verletzt werden zu können!!! 

Dieser Satz ist so unglaublich wichtig! Du musst bereit dazu sein, auch verletzt werden zu können.

Warum?

Wenn du dir, jemand anderen oder einer Situation vertraust, heißt das, dass es auch negativ für dich ausgehen kann. Also genauer gesagt: nicht deinen Erwartungen entsprechend.

Wenn du dir selbst vertraust, kann es auch sein, dass du dich selbst enttäuscht. Wenn du nicht so handelst, solche Ergebnisse lieferst, wie du dir das wünschst. Ja, das passiert.

Wenn du einer Person vertraust, kann sie dich verletzen, indem sie dich betrügt, belügt oder sonstwie enttäuscht. Diese Möglichkeit besteht natürlich immer. Und du gehst immer das Risiko ein, dass genau das auch passieren wird.

Wenn du einer Situation vertraust, kann es passieren, dass sie sich nicht als das entpuppt, was du dir erhofft hast. Klar, auch das passiert.

Und deshalb erfordert es Mut von dir, dich verletzlich zu machen und genau damit umgehen zu lernen. 

Dich auf unbekanntes Terrain zu wagen. Anderen Menschen zu vertrauen, ohne zu wissen, ob sie dich verurteilen, verletzten oder auslachen werden.

Schmerzt das? Ja!

Und doch: Ohne den Mut zur Verletzlichkeit bist du nicht in der Lage, neue Erfahrungen zu machen, tiefe Beziehungen einzugehen und ein Leben aus vollem Herzen zu führen.

Das eine ist ohne das andere nicht möglich. Daher gibt es gar keine Alternative dazu.

Oder willst du immer in deinem ungeliebten Job bleiben? Möchtest du nicht wirklich lieben und dich verbunden fühlen? Nichts Neues mehr lernen? Wahrscheinlich nicht oder?

Mach dir bewusst, dass wir alle verletzbar sind. Jeder einzelne. Wir alle sollten unsere Verletzlichkeit einfach annehmen. Sie ist da. Sie wird nie gehen.

Vertrauen zu lernen ist Muskeltraining

Wenn du nun Vertrauen schenken möchtest, dann ist das wie ein Muskel, den du trainieren kannst.

Es ist eine Gewohnheit. Du erwirbst Vertrauen, indem du Vertrauen schenkst.

Je öfter du das machst, desto leichter fällt es dir.

Natürlich sollst du deinen Grips nicht ausschalten dabei!

Du sollst selbstverständlich nicht blind und naiv jedem Menschen oder jeder Situation dein Vertrauen schenken. Das wäre gelinde gesagt verrückt und töricht.

Aber je öfter du eine positive Erfahrung machst, dass dein Vertrauen angemessen und gut war, desto einfacher fällt es dir beim nächsten Mal, das Vertrauen zu schenken.

Also, hab Mut und starte noch heute:

  • Wem oder was kannst du heute dein Vertrauen schenken?
  • Wie wäre es, wenn du mit dir selbst beginnst? Wo kannst du selbst dir mehr Vertrauen schenken
  • Wie leicht fällt dir das?

Teile es uns in den Kommentaren mit. Ich freue mich darauf.

P.S. wenn du mehr zum Thema „Verletzlichkeit“ lesen möchtest, dann empfehle ich dir die Bücher von Brené Brown. Hier ist ein Amazon Link dazu.