Future Skills – So nutzt du sie für eine berufliche Neuorientierung

Hast du schon mal von den sogenannten Future Skills gehört? Heute starte ich mit Folge 1 einer Podcastreihe zu genau diesem Thema. Erfahre, welche Kompetenzen dich beruflich zukunftsfähig machen!

Future Skills

Was sind Future Skills?

Ich möchte das Jahr 2024 mit einer Podcast-Reihe zum Thema Future Skills starten. Zunächst beleuchte ich für euch, welche die sogenannten Future Skills sind und warum diese wichtig sind. Es geht darum, wie du sie trainieren kannst und inwiefern sie Bedeutung für die berufliche Neuorientierung haben.

Future Skills sind Zukunfts- bzw. Schlüsselkompetenzen, die wir in der nahen Zukunft im Kontext Beruf und Arbeiten brauchen, um zurechtzukommen. Denn unsere Gesellschaft befindet sich in einem stetigen Wandel, wird zunehmend komplexer, was sicher nicht nur im Beruflichen auch für dich spürbar ist. Der technologische Fortschritt entwickelt sich rasant, die Digitalisierung hält Einzug und ganz neu ist die KI nun Teil unserer Lebenswelt. In dieser schnelllebigen, komplexen, unübersichtlicheren und damit auch unsicherer werdenden Welt, neudeutsch VUCA-Welt (Volatilität, Ungewissheit, Komplexität, Ambiguität) brauchen wir Fertigkeiten, die uns den Umgang mit diesen Veränderungen ermöglichen. Vielleicht bist du auch schon so aufgestellt, dass du über einen Teil der Fähigkeiten verfügst. Du kannst die Podcastreihe nutzen, um dich da ein bisschen zu prüfen. Wenngleich ich nicht vermitteln will, dass du alle Fertigkeiten beherrschen können musst. Welche sind für dich relevant?

Bei den Future Skills geht es nicht nur um Fähigkeiten, die beispielsweise den Bereich Digitalisierung betreffen. Es geht auch um weiche Faktoren, die Soft Skills, also personale, soziale und methodische Fähigkeiten. Spannend ist auch, dass viele Skills ineinandergreifen, sich gegenseitig bedingen bzw. einander verstärken.

Wer legt die Skills eigentlich fest?

Nun stellt sich die Frage, wer diese Future Skills überhaupt festlegt. Viele Institutionen beschäftigen sich natürlich mit diesem Thema. Die Politik, Hochschulen oder beispielsweise Bildungsministerien. Ich orientiere mich am Framework, also an der Rahmenstruktur des Stifter Verbands und der großen Unternehmensberatung McKinsey. Der Stifter Verband ist ein Zusammenschluss von ca. 3500 Unternehmen, Stiftungen, Wirtschaftsorganisationen und Privatpersonen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Bildungs- und Wissenschaftssystem zukunftsgerechter und -gerichteter zu gestalten. Hier werden 21 Future Skills genannt und es handelt sich um branchenübergreifende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Eigenschaften, die in den kommenden fünf Jahren in allen Bereichen des beruflichen und persönlichen Lebens wichtiger werden. Auf dieser Basis stelle ich dir nun wichtige Future Skills vor.

Die vier Bereiche der Future Skills

Unterteilt werden die Skills in vier große Bereiche. In den technologischen, den klassischen, in den transformativen und den digitalen.

  1. Zum technologischen Bereich gehören Hardware- und Robotikentwicklung, Quantencomputing, IT-Architektur (z.B. Software- und Cloud- Entwicklung, nutzerorientiertes Design UX) sowie Data Analytics und KI.
  2. Im klassischen Kompetenzbereich geht es um unternehmerisches Handeln und den Aspekt der Eigeninitiative. Übernehmen wir Verantwortung und gehen aktiv nach vorn? Es geht um Lösungsfähigkeit und Kreativität, um mit Problemen umzugehen und den Fortschritt voranzutreiben. Ebenso geht es um Resilienz, also die sogenannte seelische Widerstandskraft, mithilfe der wir mental gesund bleiben können. Aber auch die interkulturelle Kommunikation findet sich im klassischen Kompetenzbereich. Unsere Gesellschaft wird immer vielfältiger, immer diverser und fordert uns dazu heraus, mit kulturellen Unterschieden umgehen zu können.
  3. Im digitalen Sektor findet sich beispielsweise agiles Arbeiten, also selbstverantwortlich mit agilen Methoden in Teams arbeiten zu können. Es findet sich hier außerdem die digitale Kompetenz, also die Fähigkeit, Informationen in digitalen Medien zu finden, oder das digitale Lernen, das natürlich eng mit digitaler Kompetenz verknüpft ist. Digitale Kollaboration gehört natürlich auch in diesen Bereich, also die Fähigkeit im digitalen Miteinander arbeiten und zusammenwirken zu können. Nicht zuletzt geht es hier auch um die digitale Ethik, die sich kritisch mit den Entwicklungen rund um die Digitalisierung befasst.
  4. Die transformativen Kompetenzen meinen neben der Veränderungskompetenz auch die Innovationskompetenz. Können wir mit Veränderungen Schritt halten, sind wir in der Lage, mit eigenen Ideen etwas beizusteuern? Außerdem gehört in diesen Bereich die Missionsorientierung. Hast du davon schon mal gehört? Gemeint ist die Fähigkeit, andere Menschen inspirieren, überzeugen und bewegen zu können. Urteilsfähigkeit, Dialog- und Konfliktfähigkeit sind ebenfalls zentrale Kompetenzen, um gemeinsam mit anderen den Fortschritt vorantreiben zu können.

Mit dieser Übersicht schließe ich für heute und lade dich ein, in die nächsten Folgen dieser Podcastreihe reinzuhören, in denen ich auf verschiedene Future Skills und den beruflichen Nutzen für dich eingehen werde.

 

Selbstreflexion

Selbstreflexion hilft dir dabei, deine Stärken und Werte zu kennen, deine Bedürfnisse und Interessen, deine Ansichten und Botschaften, die du in die Welt tragen möchtest. Insgesamt geht es also darum, dass du in der Lage bist, dich aus einer Metaperspektive zu betrachten und herauszufinden, wer du wirklich bist und was du willst.

Warum ist Selbstreflexion als Future Skill wichtig?

Die moderne Arbeitswelt ist von raschen Veränderungen und Unsicherheiten geprägt, sei es durch technologische Fortschritte, digitalen Wandel, neue Arbeitsmethoden oder externe Einflüsse wie die globale Pandemie.

  • Wenn du dich und dein Handeln reflektierst, kannst du beides hinterfragen und lernen, dich neuen Situationen anzupassen.
  • Außerdem fördert Selbstreflexion einen offenen Geist und ein gutes Selbstbewusstsein. Wenn du dir deiner selbst oder auch deiner Fähigkeiten bewusst bist, bist du offener für neue Ideen und unkonventionelle Lösungsansätze.
  • Wenn du dir über eigene Werte und Ziele im Klaren bist, wird die Motivation aus dem Inneren heraus gesteigert, also die intrinsische Motivation, was dich leistungsfähiger macht.
  • Selbstreflexion führt außerdem zu einem besseren Verständnis deiner Emotionen, was sich z.B. positiv auf Teamarbeit auswirkt, denn du kannst konstruktiver mit Konflikten umgehen.
  • Die Berufsfelder verändern sich: Die heutige Arbeitswelt bietet eine Vielzahl von Berufsfeldern und -möglichkeiten. Durch Selbstreflektion können Menschen ihre Interessen, Fähigkeiten und Leidenschaften besser verstehen, um passende Karrierewege zu identifizieren. 
  • In der modernen Arbeitswelt ist lebenslanges Lernen zur Norm geworden. Selbstreflektion dient als Instrument, um eigene Lernziele zu setzen, die persönliche Weiterentwicklung zu steuern und kontinuierlich neue Fähigkeiten zu erwerben.

Wie kannst du Selbstreflexion trainieren?

  • Beschäftige dich mit deinen Werten. Nimm dir Zeit und notiere dir, was dir wirklich wichtig ist.
  • Überlege, was deine Stärken sind. Worin bist du gut? Und woran erkennst du das? Was sind vielleicht auch die Schattenseiten dieser Stärken? Welche Aufgaben fallen dir eher schwer?
  • Welche Interessen hast du?
  • Was sind deine Lebensziele?
  • Reflektiere dich auf diese Weise regelmäßig, am besten schriftlich. Reserviere dir regelmäßig Zeit dafür und trage dir Termine im Kalender ein.

Wie kannst du Selbstreflektion für die berufliche Neuorientierung nutzen?

Wenn du dich selbst reflektierst, kannst du das passende Berufsfeld finden, weil dir klar ist,

  • welche Aufgaben dir liegen oder wie du dir die berufliche Zusammenarbeit vorstellst.  
  • bei welchem Unternehmen du arbeiten möchtest,
  • du im Sinne von Personal Branding weißt, wofür du stehst. Definiere am besten deine Kernwerte und -botschaften. Was macht deine Persönlichkeit aus, wie kannst du deine Einzigartigkeit authentisch kommunizieren?

Fazit: Selbstreflektion ist unabdingbar für dich, wenn du in Zukunft erfüllt und erfolgreich arbeiten möchtest.  

Veränderungskompetenz

Auch hier geht es um die vier Ansatzpunkte: Was gehört zur Veränderungskompetenz dazu, warum ist sie wichtig, wie kannst du sie trainieren und wie für deine berufliche Neuorientierung nutzen?

Was ist Veränderungskompetenz?

  • Sie umfasst Anpassungsfähigkeit und Flexibilität, sodass Menschen Schritt mit Veränderungen halten und mit ihnen umgehen können.
  • Growth Mindset, also Wachstumsdenken (Gegensatz: Festes Denken) gehört außerdem dazu. Die amerikanische Psychologin Carol Dweck hat sich mit diesem Feld intensiv befasst. In ihrem auf deutsch erschienenen Buch „Selbstbild“ beschreibt sie, wie unsere Grundüberzeugungen über Fähigkeiten und Talente unsere Herangehensweise an Herausforderungen beeinflussen. Wachstumsdenken bedeutet, dass Menschen ihre grundlegenden Fähigkeiten durch Lernen und Anstrengung verbessern bzw. erweitern könne. Kritik nutzen solche Menschen, um daran zu wachsen, Erfolge anderer, um sich davon inspirieren zu lassen. Ein festes Mindset verhindert solches Denken und hält Menschen davon ab, Neues zu wagen, Veränderung anzugehen. Forschungen haben gezeigt, dass das Mindset menschliche Lernprozesse, Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden beeinflusst. Dieses Growth Mindset ist also unabdingbar, wenn es darum geht, in einer sich rasch verändernden Welt zurechtzukommen und die berufliche Neuorientierung zu gestalten. Denn mit einem Growth Mindset bist du in der Lage, dich zu entwickeln.

Wie sieht es bei dir aus? Was denkst du über dich und deine Fähigkeiten? Was denkst du über die Welt?  Wie sehen deine grundlegenden Denkmuster aus? Wo kannst du an deiner Haltung arbeiten? Du könntest Misserfolge beispielsweise nutzen, um aus ihnen zu lernen.

  • Eine gute Tragkraft dabei ist Neugierde, der Wunsch sich mit Neuem zu befassen und etwas dazu lernen zu wollen. Überleg doch mal: Was möchtest du gern spielerisch erforschen?
  • Hole dir außerdem konstruktives Feedback von Menschen ein, von denen du gern einmal Feedback hättest.
  • Betreibe Komfortzonen-Stretching! Nutze kleine Dinge, um sie mal anders zu machen. Wenn du das im Kleinen übst, kann dir das auch in größeren Zusammenhängen gelingen.

Warum ist Veränderungskompetenz nützlich im Hinblick auf die berufliche Neuorientierung?

  • Dadurch dass du dein Mindset trainierst, schulst du deinen Glauben, dass sich die Dinge immer zum Besseren verändern lassen und du aktiv deine Entwicklung gestalten kannst. Damit kannst du beruflich wachsen, neue Kompetenzen erwerben, Neues kennenlernen und erfolgreicher sein. Du öffnest dein Denken, schaust genau hin und begibst dich in fruchtbare Prozesse, die dich weiterbringen.

Eigeninitiative und Self-Empowerment

Warum ist Eigeninitiative eine wichtige Zukunftskompetenz und zentral, wenn es um deine berufliche Neuorientierung geht? Es ist wichtig, proaktiv zuhandeln und nicht darauf zu warten, bis oder dass überhaupt etwas in deinem Leben passiert, damit es zu den Entwicklungen kommt, die du dir wünscht.

Zum Self-Empowerment gehört es, selbstgesteuert einen produktiven Weg nach vorne zu gehen. Dieser Prozess umfasst, Lernchancen zu erkennen, Ziele zu definieren, Vorhaben zu planen, in der Lage zu sein, sich selbst zu organisieren und Dinge auszuprobieren. Es gehört dazu, diese Entwicklungen immer wieder zu reflektieren und mit anderen darüber in den Austausch zu gehen und zu verstehen, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen Weg handelt, in dem du Dinge auch wiederholt durchläufst. Auch das lebenslange Lernen ist ein Teil des Self-Empowerment, weil du dich damit selbst befähigst, mit den Entwicklungen unserer modernen Zeit Schritt zu halten.

Wie kannst du die genannten Skills trainieren?

  • Mache eine Bestandsaufnahme. Wo stößt du auf Schwierigkeiten, fühlst dich nicht sicher? Wie ist es beispielweise um deine digitalen Fähigkeiten bestellt? Du kannst dich gern mal testen. Probiere folgenden Link, wenn du magst: digital-competence.eu. Setze dich mit KI auseinander. DAS Thema im Moment.
  • Mache es dir einfach und nutze kostenlose Möglichkeiten wie Podcasts oder YouTube. Ein konkreter Tipp von mir: Der Newsletter der AInauten, in dem Tools vorgestellt werden, ist super hilfreich.
  • Trainiere deine Lernfähigkeit. Jeden Tag vielleicht 10 Minuten, um das Lernen geübt zu sein.
  • Nutze Bücher und Online-Kurse, um dir Wissen anzueignen.
  • Frage deine Führungskraft nach Fortbildungsmöglichkeit z.B. zu Methoden- oder Kommunikationsfähigkeiten.

Wie kannst du Eigeninitiative und Self-Empowerment für die berufliche Neuorientierung nutzen?

  • Frage dich: Wo stehst du, wo willst du hin und was fehlt dir auf dem Weg dorthin? Welche Fähigkeiten können attraktiv für Arbeitgeber sein? - Bilde dich hier fort. Verweise in deinem Netzwerk oder bei Bewerbungsanschreiben darauf, dass du dich eigenständig weiterbildest und dich insgesamt um deine Weiterentwicklung kümmerst.
  • Knüpfe initiativ Kontakte in dem Bereich, in den du hineinmöchtest. Nimm an Branchenveranstaltungen teil oder knüpfe Kontakte z.B. über LinkedIn. LinkedIn kannst du auch nutzen, um dort dein Netzwerk daran teilhaben zu lassen, dass du dich fortbildest und über neue, attraktive Fähigkeiten verfügst. Kommentiere andere Beiträge aus dem Branchenbereich, der dich interessiert, und trete in den Dialog.
  • Sammele praktische Erfahrungen, führe freiberufliche oder ehrenamtliche Tätigkeiten aus oder baue eine nebenberufliche Selbstständigkeit auf. Auch damit zeigst du Eigeninitiative.

Resilienz und mentale Gesundheit

Resilienz ist ein wichtiger Baustein, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Zu belastenden Situationen kommt es immer wieder. Das gehört zum Privat- wie zum Berufsleben. Entscheidend ist, dass du dich nach solchen Situationen zügig wieder erholen kannst. Wenn du resilient bist, bist du in der Lage, mit Herausforderungen umzugehen, ohne dauerhaft negative Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden zu haben. Und auch gestärkt aus schwierigen Situationen hervorzugehen.

Was gehört zu Resilienz?

Dazu gehört Anpassungsfähigkeit, der konstruktive Umgang mit Emotionen sowie die positive Perspektive auf die Zukunft. Resiliente Menschen holen sich Unterstützung und haben ein Netzwerk, das sie trägt. Wenn man resilient ist, ist man der Meinung, dass man Einfluss auf das eigene Leben nehmen kann. Und nicht zuletzt die Reflexionsfähigkeit ist hier wieder ein grundlegender Baustein, um zu lernen und mit Herausforderungen umgehen zu können.

Wenn du über diese Fähigkeiten verfügst bzw. sie stets trainierst, dann bist du auch in der Lage, mit Stress umzugehen. Unsere Welt wird immer komplexer, Stichwort VUCA. Ich spreche immer wieder über diese Entwicklung und ich bin mir sicher, dass du sehr genau weißt, was ich meine, wenn ich darüber rede, dass unsere Welt immer herausfordernder wird. Umso wichtiger ist es, sich um das eigene Wohlergehen aktiv zu kümmern. In Folge #23 habe ich bereits über das Thema Mental Health gesprochen. Wenn du neugierig bist, hör gern auch in diese Folge rein.

Was hilft dir, um resilient zu sein bzw. zu werden?

  • Baue Ruhepausen, aktive Entspannung und Achtsamkeit in deinen Alltag ein.
  • Bewege dich regemäßig.
  • Setze dich bewusst mit deinen Krisen auseinander. Was hast du aus einer schwierigen Situation gelernt?
  • Arbeite an deiner mentalen Haltung. Lerne Akzeptanz und den Umgang mit Entwicklungen. Öffne dich Herausforderungen und gehe aktiv nach vorn.
  • Baue dir ein starkes soziales Netzwerk auf.
  • Vielleicht brauchst du professionelle Hilfe. Suche dir einen Therapeuten, wenn du spürst, dass du mit einer Situation nicht zurechtkommst.

Integriere also gesunde Routinen in dein Leben, um dich zu stärken und seelisch wie körperlich fit zu halten.

Inwiefern ist Resilienz im Hinblick auf deine berufliche Neuorientierung wichtig?

  • Lasse dich von Absagen nicht irritieren. Sondern begreife sie als Lernchancen. Rufe an und frage, warum du eine Absage erhalten hast und passe deine Bewerbung an.
  • Konzentriere dich auf Chancen! Nicht auf Schwierigkeiten. Aktiviere z.B. dein Netzwerk, wenn du dich beruflich neu- bzw. umorientieren möchtest.
  • Mache dir bewusst, dass Neuorientierung auch Unsicherheit bedeutet. Mache dir keinen Druck, sondern übe dich in Gelassenheit. Räume dir Zeit ein und erforsche deine Optionen behutsam.
  • Stärke dein Netzwerk, baue es auf!

Kreativität und Problemlösungskompetenz

Kreativ ist jemand, wenn er schöpferisch tätig ist. Wenn er etwas Neues oder Originelles erschafft. Deshalb bezieht sich Kreativität auch nicht ausschließlich auf künstlerisches Tun, sondern meint allgemein die Fähigkeit, etwas Neues, das vorher noch nicht da gewesen ist, in die Welt zu bringen. In welchem Lebensbereich auch immer. Und Kreativität ist - natürlich - auch dabei hilfreich, Probleme zu lösen. Konzepte erstellen, Prozesse neu denken, Ideen überhaupt entwickeln, vielleicht auch eine Geschäftsidee entwickeln, kreativ im Umgang mit Kunden sein  oder kreative Marketingideen entwickeln – überall hier kann man kreativ werden. Es geht in dieser Podcastfolge also darum, anfallende Aufgaben und Probleme kreativ zu lösen.

Warum ist Kreativität so wichtig?

Kreativität ist ein Motor für Innovation. Wer kreativ ist, ist flexibel und kann Alternativlösungen finden, die in einer, du kennst es schon, komplexer werdenden Welt zunehmend wichtig werden. Wer kreativ ist, sieht mehr Chancen für Entwicklung, ein Aspekt unternehmerischen Denkens.

Wie kannst du deine Kreativität trainieren?

  • Nutze Mindmapping-Techniken. Schreibe ein Thema in die Mitte und sammele deine Assoziationen zu diesem Thema. Suchst du beispielsweise nach beruflichen Einsatzmöglichkeiten, kannst du deinen angestrebten Beruf in die Mitte schreiben und davon ausgehend Jobideen notieren. Damit visualisierst du deine Ideen, sortierst sie – und machst Zusammenhänge sichtbar. Das kann dich dabei unterstützen, Ideen zu entwickeln.
  • Probiere Brainstorming/Brainwriting. Welche Lösungsansätze fallen mir zu einem Problem ein? Schreibe alles auf, das dir zur Lösung eines Problems einfällt. Im Schreibprozess machst du dir die Zusammenhänge anders begreiflich, als wenn du sie nur in deinem Kopf wenden würdest. Das Schreiben hilft dir dabei, Dinge klar zu bekommen.
  • Nutze Rollenspiele, um neue Perspektiven einzunehmen. Schaue aus unterschiedlichen Perspektiven auf ein Problem. So öffnest du deinen Horizont, neue Ideen können entstehen.
  • Gehe folgende fünf Schritte der Design Thinking Methode: Mache eine Standortanalyse (Wo stehst du?), schaue dann, wo es hingehen soll (Zielsetzung), entwickele nun Ideen, wie man das Ziel erreichen kann, der vierte Schritt ist das Prototyping (Ideen in die Testung bringen) und zuletzt gehst du in die echte Umsetzung. Auf diese Weise kannst du Ideen austesten, bevor du die beste Variante auswählst und umsetzt.

Nutze kreative Verfahren in deiner beruflichen Neuorientierung!

  • Design Thinking ist eine gute Methode, um deine berufliche Vision auszugestalten. Du kannst Ideen und dann Prototypen entwickeln und testen und schließlich die passende Variante für dich wählen.
  • Bei der Methode des Lean Startup, die für diejenigen interessant ist, die sich selbstständig machen wollen, wird bei der Entwicklung eines Produktes der Kundennutzen in den Mittelpunkt gestellt und schneller ein marktfähiges Produkt entwickelt als üblich.

Kommunikationskompetenz und Zusammenarbeit

Wenn du kommunikativ kompetent bist, bist du in der Lage, auf Augenhöhe mit anderen zu sprechen und andere Blickwinkel als nur deinen eigenen einzunehmen. Du kannst deinen Standpunkt für andere nachvollziehbar darlegen, ohne die Standpunkt der anderen dabei aus den Augen zu verlieren. Diplomatisch sein, überzeugend, an entscheidenden Stellen durchsetzungsstark und insgesamt klar und nachvollziehbar ins Gespräch gehen, genauso wie empathisch sein – eine gute Mischung, um erfolgreich zu kommunizieren.

Gute Zusammenarbeit baut auf guter Kommunikation auf. Sinnvoll ist es, sich zu fragen, was man selbst zu einer guten Zusammenarbeit beitragen kann, anstatt in einer Erwartungshaltung zu sein und nur auf das zu schauen, was andere unter Umständen nicht gut machen. Wenn man gemeinsam, gesteckte Ziele erreichen kann, dann ist das ein Merkmal von guter Zusammenarbeit.

Wichtig für die Zukunft?

Natürlich sind beide Skills wichtig, wenn wir als Arbeitende und als Gesellschaft uns modernisieren wollen. Wenn wir neue, sinnvolle Produkte oder Dienstleistungen entwickeln wollen, dann brauchen wir interdisziplinäre, agile Zusammenarbeit – und damit natürlich auch eine konstruktive, gewinnbringende Kommunikation, in der die Inhalte für alle Beteiligten klar und nachvollziehbar sind. Gleichzeitig fördert gute Kommunikation nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch den Zusammenhalt bzw. dass Mitarbeitende sich wohlfühlen können. Um diese konstruktive Kommunikation und Zusammenarbeit zu erreichen, sind sowohl die Unternehmen selbst, als auch du als Einzelner gefordert.

Wie kannst du die Fähigkeiten trainieren?

  • Praktiziere aktives Zuhören. Stelle Fragen, um zu verstehen, was du nicht verstehst. Beim Verstehen geht es nicht nur darum, die sachliche Botschaft aufzunehmen, sondern auch die Bedürfnisse, Emotionen, die Absicht, vielleicht auch die Ängste wahrzunehmen.
  • Formuliere du selbst klar, was du sagen möchtest und eiere nicht herum. So erleichterst du es dem anderen, zu verstehen, was dir wichtig in einem Prozess ist. Wenn du transparent bist, authentisch bist, dann fördert dies natürlich auch das Vertrauen.
  • Gibt es häufig Konflikte in deinem Umfeld? Dann liegt das meistens daran, WIE etwas gesagt wird und nicht am Was. Du selbst kannst mal auf deine Gestik, Mimik, insgesamt auf deine Körpersprache und auf deinen Tonfall achten. Was fällt dir auf, wenn du anderen etwas mitteilst? Achte darauf, dass Was und Wie zusammenpassen.
  • Nutze die Möglichkeit, um dir Feedback einzuholen. Zu welchem Thema auch immer, aber natürlich auch zu dem Thema, wie kommunizierst du und was fällt anderen dabei auf. Umgekehrt kannst auch du anderen Feedback geben. Natürlich immer unter der Prämisse: auf Augenhöhe und wertschätzend, konstruktiv.
  • Wenn es aber Konflikte gibt, die du und dein Gegenüber nicht lösen könnt, holt euch eure Führungskraft dazu. Sollte der Konflikt sich auf diese Weise nicht klären lassen, bemüht euch um eine externe Person, einen Mediator, der professionelle Unterstützung anbieten kann.
  • Gibt es klare Verantwortlichkeiten im Team? Diese sollte es geben, da Unklarheiten hier die Zusammenarbeit behindern können.
  • Sei sensibel für interkulturelle Unterschiede. Versuche, Verschiedenheit zu verstehen und für eure Zusammenarbeit zu nutzen.
  • Macht in Teams regelmäßig Retrospektiven und schaut: Was läuft gut in der Teamarbeit, was läuft nicht gut. Und geht die Schwierigkeiten konstruktiv an.

Wie kannst du diese Future Skills für deine berufliche Neuorientierung nutzen?

  • Nutze Storytelling, um deine Botschaft, dein Personal Brand eben in Form einer Geschichte zu erzählen. Denn, wir alle hören gern Geschichten oder erzählen sie auch gern. Und Geschichten prägen sich besser ein, sind nachvollziehbarer, als sachliche, nüchterne Informationen. Frage dich: Wer bin ich, wofür stehe ich und welche Themen möchte ich besetzen? Wenn du deine Antworten auf diese Fragen in eine gute Geschichte gießen kannst, dann ist das wertvoll für eine gute Außenwirkung. Und vergiss nicht: Kommuniziere authentisch und klar, damit Vertrauen entstehen kann. Wichtig beispielsweise im Vorstellungsgespräch.
  • Nutze die Zusammenarbeit mit anderen Menschen, wenn du berufliche Ideen im Rahmen der beruflichen Neuorientierung entwickeln möchtest. Das nennt man Co-Creation. Sammele deine Interessen, deine Werte, deine Stärken und deine Tätigkeiten, die du gern tust und gehe mit anderen zusammen auf Forschungsreise, generiert gemeinsam Ideen, was sich anhand der genannten Ideen für berufliche Möglichkeiten auftun.
  • Mache Netzwerkarbeit. Viele Arbeitsstellen werden nicht ausgeschrieben. Wenn du dir ein Netzwerk in dem Berufszwei aufbaust, in dem du arbeiten möchtest, dann kommst du an Informationen, die du ohne dieses Netzwerk nicht hättest.

Analytische Fähigkeiten und Datenkompetenz

Bei dieser Future Skill geht es darum, Informationen objektiv und kritisch zu beleuchten, damit sich auf dieser Analyse gute Entscheidungen treffen lassen. Darum, Informationen überhaupt zu sammeln, zu sichten und zu sortieren oder auch zu kategorisieren. Kurz gesagt, geeignete Informationen überhaupt zu finden und zu verstehen. Muster und Trends aus diesen Daten abzuleiten – ein weiterer Aspekt dieser Future Skill. Ebenso wie das Visualisieren können von Informationen. Also eine geordnete Übersicht erstellen können, die die gesammelten Informationen bündelt. Auch das Wissen darum, dass wir einen sensiblen Umgang mit Daten brauchen und einhalten müssen. Nicht weniger wichtig ist es um Umgang mit Daten, diese kritisch zu hinterfragen. Handelt es sich um gesicherte Informationen?

Warum sind diese Aspekte wichtig?

  • Wir treffen Entscheidungen auf Basis von Daten. Unternehmen, die datenbasiert arbeiten, können Trend besser hervorsagen und ihre Angebote daran ausrichten und sich besser am Markt positionieren. Auch Prozessoptimierung geschieht auf Basis von Daten.

Wie kannst du diese Zukunftsfähigkeit trainieren?

  • Du kannst z.B. Rätsel lösen oder dir Fallstudien anschauen und analysieren. Geh in Debatten und trainiere auf diese Weise deine analytischen Fähigkeiten, indem du genau hinhörst und prüfst, wie argumentiert wird. Ist das schlüssig, ist das stichhaltig?
  • Übe Musterkennung. Schaue dir Datensätze an und entschlüssele das Muster. Nutze Bücher, beispielsweise solche, die auf Assessmentcenter vorbereiten. Auch hier findest du viele Übungen, die deine Mustererkennung trainieren.
  • In Projektarbeiten sei aufmerksam, wenn Daten eingebracht werden und beschäftige dich mit ihnen.
  • Natürlich gibt es auch Kurse, die sich mit genau dieser Future Skill beschäftigen. Google nach Kursen, die sich mit Datenanalyse beschäftigen.

Warum ist diese Fähigkeit wichtig, wenn du dich beruflich neu orientieren willst?

  • Du kannst dich von der Fülle an Informationen erschlagen fühlen – denn es gibt viele Informationen. Wenn du in Sachen beruflicher Neuorientierung recherchierst, dann ist es wichtig, gute Suchanfragen zu stellen. Damit dir möglichst passgenaue Ergebnisse ausgespielt werden.

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