Verantwortung übernehmen: Entscheide selbst über deine Lebensqualität!

Es liegt bei dir, die Verantwortung für die Qualität deines Lebens zu übernehmen. Du kannst bestimmte Ereignisse oder Umstände nicht beeinflussen. Gleichzeitig entscheidest du darüber, wie du auf äußere Umstände reagierst.

Verantwortung übernehmen

Wofür bist du bereit, Verantwortung zu übernehmen?

Klingt krass?

Du hast immer die Wahl, wie du die Dinge sehen und wie du auf sie reagieren willst.

Das ist die wahre Freiheit. Und Freiheit geht nicht ohne Verantwortung.

Und genau das macht es für viele auch so schwer. Wir alle sagen:

„Ich will frei sein. Ich will selbst bestimmen.“

In Wahrheit verkennen wir oft, was damit dann einhergeht.

Nämlich die Last der Selbstverantwortung für unsere eigenen Entscheidungen.

Die Last, abgewählte Optionen loszulassen.

Die Last, nicht mehr Jammern zu können und uns selbst als Opfer zu sehen. Was viel einfacher ist.

Die Last, vor anderen unsere Entscheidungen zu präsentieren und bei Gegenwind auch zu verteidigen.

Die Last unsere eigene Macht anzuerkennen. Zu sehen, dass wir immer zu 100% verantwortlich sind.

Das macht vielen Menschen Angst, die die Tragweite dessen erkennen.

Manchmal sind die äußeren Umstände hart…

Ich höre jetzt die Stimmen, die sagen:

„Anja, spinnst du! Was kann ich denn dafür, dass ich krank bin/einen Unfall hatte/verlassen wurde/meinen Job verloren habe/kein Geld habe/…? Das sind doch die äußeren Umstände, da habe ich keinen Einfluss drauf. Und glaub mir, wenn ich wählen könnte, würde ich es abwählen.“

Ja, manchmal spielt dir das Leben übel mit.

Manchmal ziehst du einfach die A-Karte und bekommst so richtig eins drauf.

Du fragst dich dann: Warum ich? Warum immer ich?

Und sinkst damit ein ins Tal der Tränen und des Jammerns.

Bitte versteh mich nicht falsch. Natürlich gibt es Situationen, die sind schwer.

Und äußere Umstände, die absolut nichts mit uns selbst zu tun haben. Die einfach passieren, wie z.B. ein schwerer Unfall.

Und ja, das ist Mist und braucht auch eine Trauerphase, in der wir die Dinge, die passieren, verarbeiten und akzeptieren. Lass das auf jeden Fall zu, das ist wichtig.

Und dennoch: Danach hast du auch in solchen Phasen immer die Wahl, wie du damit umgehen willst.

Du hast die Wahl, ob du dich als Opfer begreifst und dich selbst zum Spielball der Umstände machen willst.

Ob du in dieser Postion verharren willst und sagst: „Ich kann ja nicht, weil…. Mir geht es so schlecht, weil…“

Ja, ich weiß, das klingt hart. Ich kann mir vorstellen, dass einige jetzt sagen, dass ich nicht mehr alle Latten am Zaun habe. Dass ich gut reden habe. Dass ich keine Ahnung habe. Dass bei ihnen alles ganz anders ist….

Die Wahrheit ist:

Ich bin selbst durch schwere Phasen in meinem Leben durch. Immer wieder.

Die wohl extremste Lebensphase hatte ich mit Anfang 20: Ich bin sehr früh Mutter geworden. Ich war allein. Ohne Ausbildung. Mit vielen Schulden. Und mit sehr vielen Ängsten in mir.

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich das alles verstanden habe, bis ich das annehmen konnte.

Aber ich habe mich dazu entschlossen, die Verantwortung für alles zu übernehmen. Ich hatte mich in diese Situation selbst reinmanövriert und es war hart.

Hart zu sehen, dass ich selbst dafür verantwortlich war! Und das anzuerkennen. Auch nach außen.

Mit der eigenen Scham umzugehen. Und die Scham war tief. Sehr tief. Manchmal ist sie das heute noch.

Und es war knüppelhart, die Konsequenzen zu tragen.

Die Ausbildung fertig zu machen – mit Kind und zweimal wöchentlich dazu noch nachts zu arbeiten, um den damals riesigen Schuldenberg abzutragen. Das war kein Zuckerschlecken.

Wenn ich heute darauf zurückblicke, dann bereue ich nichts.

Im Gegenteil: ich sehe voller Stolz, dass ich es geschafft habe!

Ich sehe, dass ich damals als junge Frau erkannt habe, dass es allein meine Wahl ist, was ich daraus mache.

Dass ich anders leben will. Und dass ich es schaffen kann.

Diese Zeit hat mich viel geleert.

Egal, was es ist und wie schlimm es ist, egal, wie schlecht ich mich fühle, ich habe immer die Wahl, wie ich es sehen, annehmen und damit umgehen will. Ich habe die Wahl! Immer!

Diese Erkenntnis, dass du immer die Wahl hast, ist, wenn du sie wirklich auf einer tiefen Ebene verstehst, dein Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und zu wirklichem, tiefen Glück.

Ich sage auf einer tieferen Ebene, weil es bedeutet die Tragweite wirklich zu verstehen.

Ich möchte, dass du das mal für einen Moment sacken lässt.

Spür mal rein, wie sich das anfühlt. Du hast immer Wahl, zu jedem Zeitpunkt in deinem Leben. Egal, was dir passiert. Du entscheidest, wie du damit umgehen willst.

Das gibt dir Macht. Macht über dein Leben. Freiheit.

Und ja, genau diese Macht macht auch manchmal Angst. Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen. Angst vor anderen auch diese Entscheidungen zu rechtfertigen.

Was du tun kannst, um Verantwortung zu übernehmen

1. Wenn du denkst, du bist in einer schlimmen Situation, die du nicht selbst gewählt hast wie z.B. dass du von deinem geliebten Partner oder deiner geliebten Partnerin verlassen wurdest, dann ist der erste Schritt die Trauer und die Akzeptanz.

Nimm es an, dass es jetzt so ist, wie es ist.

Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst. Nimm es als gegeben. Kämpfe nicht dagegen an. Das macht es nur schlimmer.

Denn da, wo du deine Energie reingibst, verstärkt es sich. Gibst du die Energie in die Tatsache, dass du deinen Partner oder deine Partnerin zurückhaben willst, verstärkt sich das Gefühl der Ohnmacht. Das Gefühl, dass du nichts tun kannst.

Du verstärkst also deine Trauer und deine Ohnmacht und das Gefühl, nicht geliebt zu werden.

2. Sage nicht: Was kann ich dafür?

Sondern ergänze das um das Wort „tun“. Also, was kannst du dafür tun, dass es besser wird. Dass du dich besser fühlst.

  • Was kannst du nun mit den gegebenen Umständen tun?
  • Was kannst du machen, damit es dir besser geht?
  • Wie möchtest du dich wieder fühlen?
  • Wie wäre es, wenn es schön wäre?

Du könntest z.B. feststellen, dass du dich geliebt fühlen möchtest von deinem Partner oder deiner Partnerin.

Du könntest dir überlegen, was du alles hast, was dich liebenswert macht – und das ist eine ganze Menge, glaube mir.

Du könntest dir überlegen, was der oder die nächste Partner:in haben sollte. Wie er oder sie sein sollte. Was du dir wünscht.

Und du könntest dir überlegen, was dein Anteil am Scheitern der Beziehung war und was du beim nächsten Partner oder nächsten Partnerin anders machen möchtest. Du könntest hier Verantwortung übernehmen.

Siehst du den Unterschied? Du bist in der Handlung drin. Du kämpfst nicht mehr dagegen an.

Und dann überlege, was mögliche Schritte wären. Was du konkret umsetzen kannst?

Fazit:

Ich behaupte nicht, dass es leicht ist, Verantwortung zu übernehmen.

Ich behaupte auch nicht, dass es immer gelingt.

Und dennoch: Wenn du es auf einer tiefen Ebene wirklich verstehst, dass deine Gefühlswelt und die Qualität deines Lebens zum größten Teil innerhalb deiner Verantwortung liegt, dann bist wirklich frei und kannst selbstbestimmt leben.

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