Schneller entscheiden

Schneller entscheiden: wie das geht und wie du dich auch noch besser dabei fühlst

Möchtest du dich auch schneller entscheiden? Schiebst du Entscheidungen vor dir her? Vielleicht der längst fällige Jobwechsel? Die Anlagestrategie für deine Altersvorsorge, die immer noch auf sich wartet? Wolltest du deinem Partner schon lange sagen, dass du dir Kinder wünscht? Oder brauchst du eine halbe Stunde, um dich zwischen Pizza Funghi und Tortellini mit Käse-Sahne-Soße zu entscheiden? (Letzteres war natürlich ein Spaß, wobei auch dies ist natürlich ziemlich nervig und stiehlt dir Zeit, die du mit Sicherheit besser verbringen kannst).

Nichts ist so zermürbend wie aufgeschobene, überfällige Entscheidungen. Es raubt dir Kraft, Energie und kostbare Lebenszeit.

Ich möchte dir zwei ganz einfache Tipps an die Hand geben, wie du zukünftig schnellere und gleichzeitig bessere Entscheidungen treffen kannst.

1. Schneller entscheiden – Die Münz-Strategie:

Nimm eine beliebige Münze. Lege fest, welche Seite der Münze für welche Entscheidung steht. Beispiel: die Kopfseite steht für Pizza Fungi, Zahl für Tortellini mit Käse-Sahne-Soße. Jetzt wirf die Münze hoch und schau auf welcher Seite sie landet. Die Wahl ist getroffen: Kopf gewinnt – Pizza Funghi.

Und jetzt gilt es genau hinzuhören und hinzuspüren:

  • Wie fühlt sich das an? Ist das die richtige Wahl?
  • Oder bist du enttäuscht? Hättest du lieber Tortellini mit Käse-Sahne-Soße gehabt?

Das ist dein Bauchgefühl, deine Intuition, deine innere Stimme, dein Herz, das sich jetzt meldet.  Nenn es wie du willst. Aber hör darauf. Schiebe das nicht beiseite. Denn das ist das, was von innen heraus kommt und dein wahres Ich ist.

Natürlich setzt das voraus, dass du deine Emotionen in Form von Körpersignalen überhaupt wahrnehmen kannst. Dazu habe ich einen anderen Blogartikel geschrieben. Schau mal hier

Ok Anja, Bauchgefühl, Intuition, innere Stimme – alles schön und gut, aber mein Verstand sagt mir etwas anderes. Und außerdem bin ich ein totaler Kopfmensch.

Ich meine auch nicht, dass du deinen Verstand ausschalten sollst. Im Gegenteil. Wenn dein Verstand laut dagegen schreit, dann höre auch da hin. Und versuche ihn mit einzubinden. Frag dich:

  • Was will er dir sagen? Wovor warnt er dich?
  • Welche Ängste kommen hoch?
  • Stellt die neue Situation dann eine echte Gefahr dar?
  • Und wie wahrscheinlich ist es, dass genau das, also der Worst Case, eintritt?
  • Oder halten dich deine Ängste nur vom Wachsen ab?

Meistens relativieren sich deine Zweifel, Ängste und Sorgen ganz schnell, wenn du dir diese Fragen stellst. Und wenn es sich nur um einen „Wachstumshemmer“ handelt, dann solltest du gerade diesen Weg gehen. Denn wo die Angst ist, da ist dein Weg und dein größtes Wachstumspotenzial.

Fazit: „Zerdenke“ die Entscheidung nicht und mach keine langen Pro- und Contra Listen. Wirf die Münze und achte auf dein Gefühl. Und dann wäge kurz ab, ob der Verstand noch etwas Wichtiges beizutragen hat. Wenn nicht, entscheide dich. Dein Bauchgefühl ist viel schneller als dein Verstand und nimmt auch Dinge wahr, die du mit deinem Verstand gar nicht erfassen kannst.

2. Schneller entscheiden – Die Samurai-Strategie:

Die zweite Methode stammt von den Samurai, die eine schnelle Entscheidung praktizieren. Laut der Samurai sollte eine Entscheidung nie länger als 7 Atemzüge dauern. Egal, um welche Art von Entscheidung es sich handelt. Und das funktioniert so:

Sie unterscheiden erst mal zwischen leichten und schweren Entscheidungen – eigentlich ganz logisch.

Bei einer leichten Entscheidung liegen die Vorteile ganz klar auf der Hand und sie dauert ohnehin meistens nur einen Atemzug. Wenn es regnet, überlege ich nicht lange, ob ich zu Fuß laufe oder lieber das Auto nehme.

Bei einer schweren Entscheidung hingegen sind die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Optionen ungefähr gleich stark. Es gibt weder ein klares Für noch ein klares Wider. Das macht die Entscheidung ja auch so schwer. Beispiele sind: Soll ich meinen Partner verlassen? Soll ich meinen Job wirklich zugunsten eines eigenen Cafés aufgeben?

Hier überwiegen eben nicht die Vor- oder Nachteile einer Alternative. Daher ist es, laut der Samurai, auch egal, ob du Variante 1 oder 2 wählst, denn die negativen und positiven Auswirkungen halten sich in etwa die Waage.

Und deshalb gilt:

Je schwieriger die Entscheidung, desto leichter ist sie in Wirklichkeit.

Weil es praktisch egal ist, wie du dich entscheidest. Denn alles ist besser als sich nicht zu entscheiden und in einer Dauerschleife von Selbstzweifeln und Hadern zu sein.

Klingt das logisch für dich?

Für mich schon. Es ist natürlich total ungewohnt. Und daher vielleicht auch ein bisschen verrückt für unsere westliche Denkweise. Aber es macht schon Sinn.

Wie sieht es mit dir aus? Schiebst du auch eine Entscheidung schon ganz lange auf? Drehst du immer im Kreis? Haderst und zweifelst du?

Dann versuch’s doch mal mit einem von den obigen Tipps. Und schau mal ganz neugierig und offen, was das mit dir macht. Welches Gefühl stellt sich dann bei dir ein? Verrätst du es mir? Ich bin total gespannt, welche Erfahrungen du damit machst.

 

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