Wie du mit Life Design deinen Traumjob gestalten kannst

Was ist eigentlich Life Design? Warum ist diese Methode so mächtig und wie kannst du damit deinen Traumjob gestalten? Diese und weitere Fragen beantworte ich dir in diesem Beitrag.

Life Design

Was ist Life Design?

Das Life Design kommt aus der Innovationsmethode des Design Thinking, das man in erster Linie für die Produktentwicklung nutzt, um auf die Bedürfnisse der Kund:innen einzugehen. Insgesamt gibt es beim Design Thinking fünf verschiedene Stufen und die erste beschäftigt sich damit, das Problem zu verstehen. Was hat der Kunde für ein Thema? Darauf eingehend wird das Ziel definiert, anschließend werden Ideen entwickelt, wie man dazu eine Lösung finden kann. Im vierten Schritt wird ein Prototyp erstellt und getestet, inwiefern er das Bedürfnis der Kund:innen abdeckt. Abschließend geht es dann in die Umsetzung.

Und genau diesen Prozess meint auch das Life Design. Das fertige Produkt ist dann dein eigenes Leben. Beim Life Design geht es darum, eine passende Form deines eigenen Lebens zu kreieren, zu entwickeln und auch ständig zu verbessern.
Darum geht es im Wesentlichen beim Design Thinking und das ist eine sehr moderne Herangehensweise an deine eigene Lebens- und Karrieregestaltung. Der Fokus liegt wie bei der Produktentwicklung auf deinen eigenen Bedürfnissen, Werten und Talenten. Es gilt nicht, sich der Welt anzupassen, sondern bei dir selbst zu beginnen und zu schauen, was du eigentlich möchtest und kannst.

Das Leben in einer VUCA-Welt

Vielleicht fragst du dich, warum Life Design so mächtig ist und warum du dich damit auseinandersetzen solltest. Die Antwort ist, dass wir in einer VUCA-Welt leben. VUCA ist ein englischsprachiger Begriff und steht für Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity und bedeutet, dass immer alles unberechenbarer wird und wir weniger vorhersehen können, was als nächstes passiert. Damit einhergehend wird auch unser Gefühl immer unsicherer, weil alles so ungewiss ist. Jobs werden nicht sicherer, weil sich die Welt durch die Digitalisierung und Automatisierung unheimlich schnell verändert. Durch die Globalisierung wird alles komplexer und wir betrachten nicht mehr nur unser eigenes Umfeld, sondern sehen das große Ganze und dementsprechend viele Einflüsse wirken von außen auf uns ein. 

Wir sind Teil einer komplexen und mehrdeutigen Welt, in der Informationen unterschiedlich interpretiert und gedeutet werden können. Das birgt die Gefahr einer Fehlentscheidung und vor diesem Hintergrund kannst du dir vermutlich vorstellen, dass es ein Werkzeug dafür braucht.

Dieses Werkzeug ist das Life Design. Dort stehst du im Mittelpunkt des Prozesses und nicht das Außen. Du gehst auf dein Können und deine Bedürfnisse ein und schaust dann, was zu dir passt. Du versuchst somit nicht, dem Markt zu entsprechen, sondern passt den Markt an deine Bedürfnisse an. 

Das Life Design ist ein lebenslanger Prozess. Du veränderst dich stetig und somit auch deine Ansprüche und Werte. Dein Leben soll dir entsprechen, sodass du mit dem Life Design permanent dein Leben designst, bis du wieder zufrieden bist. 

Das kann auch bedeuten, dass du in regelmäßigen Abständen immer wieder von vorn beginnst und das ist in diesem Prozess normal. Manchmal sind es nur ein paar Schritte, die du zurückgehst, manchmal fängst du direkt von vorn an. Aber was bedeutet es, von vorn anzufangen?

Die 5 Schritte des Life Design im Beruf

1. Schritt: Zurückblicken

Schau dir deine eigenen Muster an und welche Entscheidungskriterien du bei deinen bisherigen beruflichen Entscheidungen hattest. Zeichne dir dafür ein Diagramm mit einer x- und einer y-Achse auf. Die x-Achse ist die Zeit und die y-Achse deine Zufriedenheit und dort kannst du deine verschiedenen beruflichen Stationen eintragen. Wie zufrieden warst du in den einzelnen Zeiten? Was waren deine Muster und deine Entscheidungskriterien? Warum hast du dich damals so entschieden und war das im Endeffekt gut? Was hat dir am jeweiligen Job Spaß gemacht und welche Rahmenbedingungen hattest du dort?

Wenn du dir diese Fragen beantwortest, kannst du dich und deine eigenen Muster besser verstehen. 

2. Schritt: Nach vorn gehen

Die Erkenntnisse aus dem ersten Schritt kannst du jetzt hier verwenden. Frage dich hier zusätzlich, was du in deinem Beruf brauchst. Welche Rahmenbedingungen wünschst du dir? Welche Werte müssen erfüllt sein? Was braucht es, damit du motiviert für deine eigene Arbeit bist? 

Außerdem kannst du in diesem Schritt Jobschlüssel definieren, also Kriterien herausarbeiten, die du brauchst, um in deinem Job zufrieden zu sein. In diesem Prozess definierst du unter anderem, was deine Talente sind und auch die bereits angesprochenen Rahmenbedingungen kannst du hier festlegen. 

3. Schritt: Ideen entwickeln

Auf Basis deiner Talente, deiner Kompetenzen und deiner Interessen kannst du im dritten Schritt nun Ideen entwickeln. Schaue, was für dich mögliche Perspektiven sind, die dazu passen. Dabei geht es nicht darum, festzulegen, wie realistisch oder machbar eine Idee ist, sondern einfach, was du beruflich mit deinen Talenten, Kompetenzen und Interessen machen kannst. 

4. Schritt: Prototyping

In der vierten Phase geht es im Life Design dann um das Prototyping. Das heißt, du nimmst deine Ideen und testest sie auf ihre Umsetzbarkeit und tatsächliche Attraktivität. Wie kommst du zu dem Job, den du dir überlegt hast, und was brauchst du dafür? Bist du dazu bereit, eine Weiterbildung, eine neue Ausbildung oder ein Studium zu machen, sofern du es brauchst? 

Schau dir so jede Idee an, die du interessant findest, und teste sie auf ihre Umsetzbarkeit und ob die möglichen Voraussetzungen für dich stimmen.

5. Schritt: Umsetzung

Nun geht es darum, deine Idee, die du auf ihre Umsetzbarkeit getestet hast, auch wirklich umzusetzen. Dafür kannst du eine Strategie oder einen Maßnahmenplan entwickeln und schauen, wie du dich vernetzen kannst. Wie kommst du an deinen Traumjob heran? 

Das sind die 5 Schritte, die du beim Life Design durchläufst. Es kann vorkommen, dass du zum Beispiel im vierten Schritt merkst, dass das alles zwar wunderbar klingt, was du dir überlegt hast, du es aber nicht so umsetzen kannst, wie du es dir wünschst. Dann kannst du noch einmal einen Schritt zurückgehen und noch einmal neue Ideen entwickeln oder zu schauen, ob du deine Werte und Rahmenbedingungen wirklich so definiert hast, wie sie dir wichtig sind. 

Im Life Design geht es aber nicht nur darum, einen neuen, passenden Job zu suchen, sondern auch darum, was du an deinem jetzigen Job verändern und verbessern kannst.

Was braucht es für das Life Design?

Um all diese Schritte zu durchlaufen, ist ein gutes Life Design Mindset wichtig. Das ist zum einen eine sehr wirksame Haltung, bei der du davon ausgehst, dass du designen kannst und dass du nicht in einer Opferhaltung bist. Als Designer agierst du statt zu reagieren und nimmst Dinge aktiv in die Hand. Du reflektierst dich, dein Leben und deinen Job sehr viel und fragst dich immer wieder, was dich zufrieden macht. 

Das hört sich für dich vielleicht anstrengend oder komplex an, kann aber Spaß machen, wenn du eine wirksame Haltung einnimmst. Es ist nichts, was du täglich machst, sondern in regelmäßigen Abständen oder dann, wenn du merkst, dass sich etwas für dich nicht richtig anfühlt. 

Besonders wichtig bei diesem Prozess ist, dass du dich und deine Bedürfnisse wirklich ernst nimmst. Du selbst stehst im Fokus und kannst von dort aus deine berufliche Perspektive entwickeln und deinen Traumjob finden.

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