Angst vor Jobverlust durch die Digitalisierung – 4 wichtige Fähigkeiten

Hast du Angst davor, deinen Job zu verlieren aufgrund der Digitalisierung? Was kannst du tun, damit es gar nicht erst zum Jobverlust kommt.

Angst vor Jobverlust

Angst vor Jobverlust – Was steht dahinter?

Was geht denn mit der Angst vor dem Jobverlust einher?

Vor allem die Angst, nichts Neues mehr zu finden oder nicht mehr gebraucht zu werden. Auch die Angst vor sozialem Abstieg und vor Gesichtsverlust in dem eigenen sozialen Umfeld spielt mit rein.

Das sind alles Ängste, die häufig mit der Angst vor Jobverlust einhergehen und uns häufig stark triggern.

Die Digitalisierung macht vielen Angst

Eine der Ursachen für die Angst vor Jobverlust ist die Digitalisierung. Warum?

Es gibt Programme für eigentlich alle Dinge, die im normalen Alltag Einzug halten.

Roboter übernehmen das Feld, die künstliche Intelligenz zieht überall ein. Und es gibt ganz viele neue Technologien, die den Menschen an vielen Stellen jetzt schon ersetzen können und in Zukunft auch noch viel mehr ersetzen werden. 

Ich gebe dir mal ein paar Beispiele: Autos werden mittlerweile durch Maschinen und Roboter gebaut. Es gibt Roboter, die Menschen operieren. Aber auch bei Dienstleistungen wie zum Beispiel in der Finanz- oder Versicherungsbranche finden sich schon künstliche Intelligenzen.

Wir können das noch gar nicht zu Ende denken und wissen nicht, wie es sich weiter entwickelt, denn wir stehen gerade erst am Anfang der Digitalisierung und der vielen großartigen Technologien.

 

Jeder Job wird sich früher oder später verändern

Die Digitalisierung macht vor niemandem Halt. Zunächst trifft es vor allem die Menschen, die am Band arbeiten, aber fast jeder Job wird sich in Zukunft in irgendeiner Form verändern. 

Es geht mir hier nicht darum, Angst zu schüren. Im Gegenteil, ich will sie dir hier nehmen.

Ich finde es wichtig zu betrachten, wie du mit diesem Fakt besser umgehen kannst. Natürlich kann das Angst machen. Ich kann das gut nachvollziehen. Es ist ja auch nur natürlich, wenn wir solchen Veränderungen gegenüberstehen.

Und dennoch: Du kannst dich wappnen. Und darum soll es im weiteren Text gehen.

Diese 4 Fähigkeiten werden immer wichtiger

In Zukumft wirst du lernen müssen, wie du mit neuen Technologien zusammenarbeiten kannst. 

Wenn im Außen alles unsicher ist, dann muss die Sicherheit aus dir herauskommen. Das geht am besten mit einer guten Haltung, mit einem guten Mindset und mit Kompetenzen, die für die Zukunft der Arbeit einfach wichtig ist. Die gute Nachricht ist: das kannst du lernen und dir antrainieren.

Ich möchte dir gerne vier Fähigkeiten oder auch Mindsets vorstellen, die in Zukunft noch viel wichtiger werden, als sie es heute schon sind. Und ich habe diese vier ganz bewusst ausgewählt, weil ich glaube, wenn du diese vier Fähigkeiten oder diese vier Mindsets beherrschst, dann brauchst du dir wenig Sorgen um deine Zukunft im Job zu machen.

1. Anpassungs- und Veränderungsfähigkeit

Wenn sich im Außen das alles verändert, ist es wichtig, dass du darauf flexibel reagieren kannst. Es wird also immer mehr darum gehen, dass du nicht beim alten Stiefel bleibst, sondern dass du die Dinge hinterfragst und neue Wege gehst.

Damit geht natürlich eine eigene gute Fehlerkultur einher. Dein Umgang mit vermeintlichen Fehlern ist dabei entscheidend. Lerne Fehler zu akzeptieren, denn sie gehören einfach unvermeidbar dazu. 

Was kannst du tun?

Versuche, jeden Tag eine kleine Veränderung zu machen. Das nennt sich Comfortzone-Stretching und ich gebe dir ein paar Beispiele, womit du anfangen kannst. 

Du könntest mal einen anderen Weg zur Arbeit nehmen, nicht immer den gleichen, sondern mal etwas anderes probieren. Du könntest was anderes essen, ein neues Rezept auszuprobieren. Du könntest morgens anstatt Kaffee mal einen Tee trinken, anstatt Spaghetti beim Italiener vielleicht mal einen Fisch bestellen etc. Fang ganz einfach und leicht an. Verändere jeden Tag eine Kleinigkeit, einfach um aus deinen Denkgewohnheiten und deinen Routinen rauszukommen. 

Und wenn du feststellst, dass überhaupt nichts Schlimmes passiert und es anfängt, dir Spaß zu machen, dann kannst du auch anfangen, das langsam im Job zu etablieren und dort kleine Dinge zu verändern.

2. Kooperation und Kollaboration

Es wird immer mehr darum gehen, kooperativ zusammenzuarbeiten. Es geht nicht mehr um das Abarbeiten von To-Do-Listen, sondern viel mehr um das Erschaffen von neuen Dingen. Dabei spielen vernetztes Denken, interdisziplinäres und Out-of-the-box-Denken eine immer größere Rolle. Und das kannst du selten alleine schaffen. Deshalb sind Kooperation und Kollaboration sehr wichtig.

Was kannst du also tun?

Es geht darum, sich ein gutes Netzwerk aufzubauen und gute Teams um sich zu haben. Und auch wenn du jetzt nicht Teamleader, sondern Teammitglied bist, dann kannst du Vertrauen aufbauen und dir gute Netzwerke schaffen. 

Offline kannst du dir dein Netzwerk beim Mittagessen, mit Kolleg:innen oder auf Fortbildungen schaffen, online sind Xing und LinkedIn gute Möglichkeiten dafür.

3. Digitale Kompetenz

Die nächste wichtige Fähigkeit ist die digitale Kompetenz. Durch die Digitalisierung wird immer mehr mit Computern gearbeitet und deshalb ist es umso wichtiger, dass du anfängst, dich damit auseinanderzusetzen. 

Je früher und je eher du damit anfängst, desto besser.  Aber egal wie alt du bist, das ist niemals zu spät und auch wirklich unbedingt notwendig. Also wenn du dich dagegen bislang versperrt hast, dann gebe ich dir den gut gemeinten Rat: Setz dich damit auseinander.

Was kannst du also tun?

Mach die Schritte nicht zu groß, sondern fange damit an, dir die Programme näher anzusehen, die du immer wieder verwendest. Mit kurzen Youtube-Videos kannst du dir beispielsweise die Grundlagen zeigen lassen. Von Programmen über Kurse bis zur Software kannst du dort quasi alles lernen. Wage dich raus aus deiner Komfortzone und fang an, kleine Dinge zu lernen. 

4. Neugier

Ich glaube, Neugier ist DIE Kompetenz des 21. Jahrhunderts. Eigentlich ist es mehr eine Haltung als eine Kompetenz. 

Warum glaube ich das? Weil du erst dein volles Potenzial ausschöpfen kannst, wenn du neugierig bist. Denn erst dann bist du in deiner vollen Kraft. Und was könnte attraktiver für Arbeitgeber sein als jemand, der sein volles Potential ausschöpft? Jemand, der immer wieder guckt, was spannend und interessant sein könnte? Du lernst immer weiter dazu, du erschließt dir immer wieder neue Felder, du eignest dir neue Kenntnisse an, du bleibst vor allem wachsam für Veränderungen, die da draußen passieren. 

Wenn du diese Fähigkeit wirklich gut trainierst, dann brauchst du dich eigentlich nicht mehr um deine Zukunft zu sorgen.

Was kannst du also tun?

Fang da am besten mit einfachen Dingen an, die dich ohnehin interessieren. Also zum Beispiel im privaten Bereich. Vielleicht magst du Kunst? Dann geh mal wieder öfter in die Kunsthalle. Also schau, was dich reizt und geh da tiefer rein. Entwickle mal wieder Neugierde für Dinge, die dich sowieso interessieren. Das ist der erste und einfachste Schritt. 

Und dann im zweiten Schritt kannst du versuchen, es auszuweiten auf den Beruf und dort für dich neue Spielfelder zu entdecken, die dir Freude machen. Zu welchen beruflichen Bereichen fühlst du dich automatisch hingezogen? Versuch immer mal wieder was Neues zu entdecken und ich gehe mit dir jede Wette ein, dass das ganz viel mit dir selbst macht.

Hab keine Angst vor Jobverlust

Natürlich gibt es noch viele weitere Kompetenzen, die ich jetzt hier nicht genannt habe, die du in einer digitalisierten Welt und eben bei vielen schnellen Veränderungen gebrauchen kannst. 

Aber ich glaube, dass diese vier wichtigen Fähigkeiten oder Haltungen dir wirklich dabei helfen können, in Zukunft gut aufgestellt zu sein, um deinen Arbeitsplatz zu behalten, bzw. wenn du ihn dann verlieren solltest, auch schnell wieder einen neuen zu finden. 

Wenn du deinen Arbeitsplatz verlieren solltest, schau nach vorn und nutz deine Fähigkeiten, die du dir antrainiert hast, denn das macht dich sehr attraktiv für neue Arbeitgeber. 

Mach heute den ersten kleinen Schritt, such dir irgendwas raus aus diesen vier Punkten. Ich möchte dir wirklich Mut machen, das anzugehen und auch aktiv dranzubleiben, dich damit auseinanderzusetzen, weil dich das in Zukunft viel besser schlafen lässt.

Und weil du das Gefühl hast, dass du selber wirksam und diesem Megatrend der Digitalisierung nicht mehr ohnmächtig ausgeliefert bist.

Also go for it, fang an! 

Herzlichst

Anja 

Comments (3)

superhero
superhero
at 21.02.2022

als Ingenieur mit der Kompetenz Systeme zu konzeptionieren und bis hin zur Applikationsprogrammierung zu realisieren bin ich natürlich neugierig und kann daher zu vielen Dingen etwas beitragen. Mein Alter verhindert allerdings eine Anstellung. Man muss auf jeden Fall unter 50 sein, besser unter 40, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Daher ist dieser Blogg eher unsinnig. In der Zukunft zählen Beziehungen (das ist richtig), Beziehungen und nochmals Beziehungen. Leider meine schwache Seite... .

superhero
superhero
at 21.02.2022

Und, ach so ja, vor einem Jobverlust habe ich keine Angst, ich habe einen bescheidenen, HartzIV-gerechten Lebensstil. Von daher: besser heute gekündigt als morgen. Einen neuen Job gibt's eh nicht, da kannst Du noch so qualifiziert sein. Trotzdem ist es mit den Jahren eher quälend, den Anfängern und anderen beim Rumstümpern zusehen zu müssen und keine Hinweise geben zu dürfen (ist ja Kritik, und die kann nur vom Chef kommen...). Ich habe keine Angst, den Job zu verlieren, ich habe Angst da wieder hin zu müssen (bin zur Zeit krank, richtig erholsam!) Was macht man denn bei dieser Art "Jobangst"????

Anja
Anja
at 22.02.2022

Hallo Superhero, vielen Dank für deinen Kommentar.


Den 1. Impuls, den ich habe, ist deine Annahme mal zu hinterfragen, ob man auf jeden Fall unter 50 sein muss, wenn eine Anstellung haben möchte. Wieso bist du da so sicher?


Wenn du bislang noch nicht so gute Netzwerke aufgebaut hast, dann kannst du es doch jetzt jederzeit nachholen. Dafür ist es nie zu spät. Fang am einfachsten mal über LinkedIn oder Xing damit an.


Auch, dass es keine qualifizierten Jobs gibt, teile ich nicht. Im Moment haben wir einen totalen Bewerbermarkt.


Und deine letzte Frage: Was macht dich so unglücklich in deinem Job? Finde es heraus, ob es am Berufsfeld oder am Arbeitgeber liegt oder aber auch eigene Anteile sind, die es zu bearbeiten gilt. Dann kannst du gezielt auf Ursachenbehebung gehen, wenn du diese kennst.


Schau dich doch mal auf dem Blog hier um. Vielleicht sind noch weitere hilfreiche Artikel dabei. Herzlichst Anja

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